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Warum lädt meine Website so langsam und was hilft?
Sie messen die Ladezeit Ihrer Seite kostenlos selbst, verstehen die drei Google-Kennzahlen und wissen, ob große Bilder, ein träger Server oder überflüssige Zusätze die Seite ausbremsen.
Maximilian ZellerWebdesign aus Erding
Eine Website lädt meistens langsam, weil die Bilder zu groß sind, der Server träge antwortet oder die Seite unnötig viele Skripte und Schriften mitschleppt. Sie können das in wenigen Minuten selbst prüfen und ohne Technikwissen herausfinden, wo es hakt. Dieser Artikel zeigt, wie Sie messen, was die Werte bedeuten und welche Maßnahmen am meisten bringen.
So messen Sie, wie schnell Ihre Seite wirklich ist
Google bietet dafür ein kostenloses Werkzeug an: PageSpeed Insights. Sie geben dort die Adresse Ihrer Website ein und erhalten nach einer halben Minute eine Auswertung, getrennt für Handy und Computer. Schauen Sie zuerst auf die Handy-Ansicht. Die meisten Menschen rufen kleine Betriebe unterwegs auf dem Smartphone auf.
Die Auswertung besteht aus zwei Teilen. Die sogenannten Felddaten stammen von echten Besuchern der letzten 28 Tage. Die Labordaten sind eine Simulation: Google ruft Ihre Seite einmal unter festgelegten Bedingungen auf, mit einem mittelklassigen Handy und mobilem Netz. Beide können voneinander abweichen. Hat Ihre Seite wenige Besucher, fehlen die Felddaten oft ganz. Dann zählt die Simulation als Anhaltspunkt. Die Beschreibung der Werte finden Sie in der Dokumentation von Google.
Der Punktwert im Labor schwankt von Lauf zu Lauf. Starten Sie die Messung deshalb zwei- oder dreimal und achten Sie auf die Richtung der Werte. Schreiben Sie sich das Ergebnis mit Datum auf. So sehen Sie nach jeder Änderung, ob sie etwas gebracht hat.
Diese drei Werte sollten Sie kennen
Google bewertet Ladeerlebnis mit drei Kennzahlen, den Core Web Vitals. Die Grenzwerte für „gut“ nennt web.dev:
- Largest Contentful Paint (LCP): Wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Element erscheint, meist ein großes Foto oder die Hauptüberschrift. Gut ist bis 2,5 Sekunden.
- Interaction to Next Paint (INP): Wie schnell die Seite reagiert, wenn jemand tippt oder klickt. Gut ist bis 200 Millisekunden.
- Cumulative Layout Shift (CLS): Wie stark Inhalte beim Laden verrutschen. Gut ist bis 0,1.
Bewertet wird dabei so, dass drei von vier Besuchen den Grenzwert einhalten müssen. Ein einzelner schneller Aufruf auf Ihrem eigenen Handy sagt also wenig.
Für Inhaber ist der LCP-Wert meist der aufschlussreichste. Liegt er deutlich über 2,5 Sekunden, wartet der Besucher auf einen leeren oder halb gefüllten Bildschirm. Das ist der Moment, in dem viele wieder wegtippen.
Die häufigste Ursache: zu große Bilder
Ein Foto direkt aus der Handykamera hat oft mehrere Megabyte. Auf der Website wird es auf eine Breite von wenigen hundert Pixeln verkleinert angezeigt, übertragen wird aber die ganze Datei. Genau das bremst den LCP-Wert, weil das größte Element meist ein Bild ist.
Was Sie prüfen und tun können:
- Öffnen Sie Ihre Startseite in PageSpeed Insights und lesen Sie die Hinweise unterhalb der Punktzahl. Dort nennt Google konkrete Ansatzpunkte, häufig zu Bildern.
- Verkleinern Sie Fotos vor dem Hochladen auf die Größe, in der sie tatsächlich erscheinen.
- Speichern Sie Fotos im Format WebP oder AVIF. Laut web.dev komprimieren diese Formate allgemein besser als ältere. JPEG bleibt als Ausweichformat in Ordnung.
- Logos und Symbole gehören als SVG auf die Seite. Diese Vektorgrafiken bleiben bei jeder Größe scharf und sind meist sehr klein.
Ein Friseursalon in einer Kleinstadt hat zum Beispiel oft ein großes Titelbild und eine Galerie mit zwanzig Arbeitsproben. Wenn alle zwanzig Fotos beim ersten Aufruf geladen werden, obwohl der Besucher erst die Startseite sieht, ist die Seite unnötig schwer.
Wenn die Seite beim Laden verrutscht
Der dritte Wert, CLS, misst etwas anderes als Tempo. Sie wollen auf eine Telefonnummer tippen, und im selben Moment springt der Text nach unten, weil ein Bild nachgeladen wurde. Genau das erfasst dieser Wert. Eine häufige Ursache sind Bilder ohne festgelegte Größe. Im Beispielcode von web.dev stehen deshalb bei jedem Bild Breite und Höhe, damit der Browser den Platz von Anfang an freihält.
Sie können das mit Ihrem eigenen Handy beobachten: Öffnen Sie die Startseite im mobilen Netz und achten Sie darauf, ob sich beim Laden etwas verschiebt. Wenn ja, notieren Sie, welches Element springt. Diese Information hilft, wenn Sie später jemanden um Hilfe bitten.
Bilder erst laden, wenn man sie braucht
Für diesen Fall gibt es das „Lazy Loading“, zu Deutsch etwa „träges Laden“. Der Browser lädt ein Bild erst, wenn der Besucher beim Scrollen in seine Nähe kommt. Das geht mit dem Attribut loading="lazy" am Bild, ohne zusätzliche Programme, wie web.dev erklärt.
Eine Ausnahme gilt für alles, was gleich beim Öffnen sichtbar ist. Das Titelbild darf nicht verzögert werden, sonst erscheint es später und der LCP-Wert wird schlechter. Wer eine Seite selbst baut oder bauen lässt, sollte das gezielt prüfen. Auch der Leitfaden zum LCP rät, das wichtigste Bild nicht verzögert zu laden.
Wenn der Server langsam antwortet
Manchmal liegt es nicht an den Bildern. Dann dauert schon die erste Antwort des Servers zu lange. Die Fachleute von web.dev nennen als Gründe unter anderem mehrfache Weiterleitungen, einen weit entfernten Server und fehlendes Zwischenspeichern, nachzulesen im Leitfaden zum LCP.
Zwei Dinge können Sie ohne Technik prüfen. Rufen Sie Ihre Seite mit und ohne „www“ auf und mit „http“ statt „https“. Landen Sie erst nach mehreren Umwegen auf der richtigen Adresse, kostet jede Weiterleitung Zeit. Und fragen Sie bei Ihrem Hosting-Anbieter nach, wo der Server steht und ob Zwischenspeichern aktiviert ist. Das ist eine normale Frage, die der Support beantworten kann.
Skripte, Schriften und Zusatzprogramme
Auf vielen Betriebsseiten sammeln sich über die Jahre kleine Zusätze an: ein Chat-Fenster, ein Besucherzähler, ein Bilderkarussell und mehrere Schriftarten. Jedes davon muss geladen werden. Laut web.dev bremsen große Stylesheets und Skripte im Kopf der Seite die Darstellung aus, weil der Browser warten muss, bis sie geladen sind.
Gehen Sie die Liste Ihrer Zusätze einmal durch und fragen Sie bei jedem: Wird das noch gebraucht? Was nicht gebraucht wird, kann raus. Bei Schriften hilft es, sich auf eine oder zwei zu beschränken.
Wann sich Selbermachen nicht mehr lohnt
Bilder verkleinern und Unnötiges entfernen schaffen viele Inhaber selbst. Es gibt aber Fälle, in denen die Ursache tiefer liegt: Die Seite wurde mit einem Baukasten gebaut und lässt sich technisch kaum verschlanken, sie ist veraltet und auf dem Handy nur mit Mühe zu bedienen, oder die Messwerte bleiben trotz aller Mühe im roten Bereich.
Dann kann es sinnvoll sein, die Seite neu aufzubauen. Ich baue Websites von Hand, ohne Baukasten und ohne WordPress, und gestalte jede Seite zuerst für das Handy. Bei Bedarf ziehe ich Ihre bestehende Seite samt Domain um. Ob sich eine neue Seite für Sie lohnt, besprechen wir am besten in einem kostenlosen Erstgespräch von etwa einer Viertelstunde, ohne Verpflichtung.
Das können Sie jetzt tun
- Messen Sie Ihre Startseite in PageSpeed Insights, zuerst für das Handy, und notieren Sie den LCP-Wert.
- Prüfen Sie die Hinweise zu Bildern und verkleinern Sie die größten Fotos.
- Laden Sie Bilder weiter unten auf der Seite verzögert, das Titelbild aber sofort.
- Rufen Sie Ihre Adresse in vier Schreibweisen auf und achten Sie auf Umwege.
- Entfernen Sie Zusätze, die niemand mehr braucht.
- Messen Sie danach noch einmal und vergleichen Sie.
Wenn Sie das nicht selbst machen möchten oder die Werte danach weiterhin schlecht sind, schreiben Sie mir über den Kontaktbereich. Bei Zeller Webdesign gibt es das Grundpaket als Einführungspreis für 299 € Festpreis. In der Regel ist die Seite nach zwei Werktagen online, sobald Ihr Material vorliegt. Eine bestimmte Platzierung bei Google kann ich nicht zusagen. Saubere Grundlagen für Google gehören zum Paket.
Weitere Gründe für wenig Besucher finden Sie im Artikel Warum kommen keine Besucher auf meine Website?